| |
Abhang
Uraufführung: Januar 1998
Stadttheater Giessen
Premiere: Frühjahr 2002
Maschinenhaus Essen
Es bleibt vielleicht am Abhang die Nacht
Der Weg aus Scherben – kreischt und lacht
Gefühle zersplittern – tränen los
Einsamkeit weint Scherben bloß
Es bleibt vielleicht am Abhang die Nacht
Ein Tanzstück von archaischer
und surrealer Bildhaftigkeit,
mit Bildern von abgründiger
Schönheit und Kraft.
Die Performance von Adriana
Kocijan ist wie eine subtile
und gleichzeitig aufwühlende
Momentaufnahme über menschliche
Leiderfahrung und dem Kampf
gegen Zersplitterung und
Untergang.
Eingeladen nach Irland und
England.
Zu sehen im Rahmen der langen
Museumsnacht Stuttgart im
Theater Rampe/ März 2004.
|
Kritiken
...Um so eindringlicher hielt
Adriana Kocijan mit ihrer
Schlußchoreographie, nach der
dann auch wirklich nichts mehr
kommen konnte, den Betrachter
bei der Stange, „Es bleibt
vielleicht am Abhang die Nacht“
war der kryptische Titel ihrer
verstörenden Inszenierung.
Zur Minimal Musik von Sylwia
Zytynska durchläuft sie
stellenweise fernöstlich
anmutende Stationen der
Selbstkasteiung;...
bis die Seele bloßliegt.
- WNZ Hessen -
Ein völlig anderes Fenster zur
Phantasie stößt Adriana Kocijan
auf: „Es bleibt vielleicht am
Abhang die Nacht" heißt ihr
Solo-Stück, dessen gleichzeitig
surreal und archaisch wirkende
Bildlichkeit einen Sog erzeugt,
der niemanden unberührt läßt.
Die geometrische Präzision ihres
kargen Bühnenbildes - eine
diagonale Straße aus Scherben
endet an einer zweigeteilten
schwarzen Wand - kontrastiert
mit der rätselhaften
Vieldeutigkeit ihres Tanzes,
und doch bildet beides eine
fugenlose Einheit... .
Ihr Stück hat weder Handlung
noch Geschichte im traditionellen
Sinn, illustriert auch keine
Gefühle, ruft diese aber umso
heftiger im Betrachter hervor.
Sylwia Zytynskas für diese Arbeit
komponierter Soundtrack begleitet
das Geschehen mit eindringlichem
Schlagwerk und Geräuscheffekten,
ohne zu dominieren.
Kocijan schöpft aus dem modernen
japanischen Butho Tanz sowie dem
„armen Theater“ von Jerzy
Grotowski. Die Bilder von
Abgründiger Schönheit, Bedrohung
und Kraft findet sie in ihrer
Phantasie... .
- Giessener Express -
Nach einer weiteren Umbaupause
erweist sich Adriana Kocjans
Tanzstück mit dem rätselhaften
Titel „Es bleibt vielleicht am
Abhang die Nacht" als der
faszinierende Höhepunkt des
Abends. Vor allem der erste, in
sich eigentlich bereits
geschlossene Teil bietet zu den
unbarmherzigen Schlägen von
Sylwia Zytynskas Musik
eine beklemmende Studie über
menschliche Leiderfahrung: In
grellem Gegenlicht das die
Zuschauer blendet, kämpft
Adriana Kocijan, wie es scheint,
vergeblich gegen Zersplitterung
und Untergang.
Hier und in zwei weiteren
Abschnitten, in denen Chiffren
des Tragischen in weiteren
aussagekräftigen Facetten
gestaltet sind, werden un-
verkrampft und ohne Übertreibung
Extrembereiche erkundet.
- Giessener Anzeiger -
|
Die Beteiligten
Von und mit : Adriana Kocijan
Bühne: Adriana Kocijan/
Thomas J. Hauck
Komposition: Sylwia Zytynska
|
 |