„Daskind“ erzählt die Geschichte vom kleinen, namenlosen „Zigeunerkind“, das bei einem Ziehvater aufwächst, der es aus einem von Nonnen geführten Heim zu sich geholt hat, in das vom katholischen Glaubenseifer geprägte Dorf mit den „ehrbaren“ Bürgern. In sein Haus, das er mit seiner biederen Frau teilt, die keine Beziehung zu dem fremden Kind aufzubauen imstande ist. Daskind bleibt in seiner eigenen Phantasiewelt für andere verschlossen. Wenn es Daskind zu bunt treibt, sieht sich die Dorfgemeinschaft veranlasst, es wieder auf den rechten Pfad zu lenken. Das Kind spricht nicht, hat nie gesprochen. Doch wenn die stummen Bannsprüche nicht helfen, träumt es vom Zurückschlagen: bescheiden, verstohlen, vorsichtig.