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Stadtschläfer

Premiere: 19. Februar 2003 im
Maschinenhaus Essen

...an den Verhältnissen irre
werden, so irre werden, dass
man die Destruktion gegen sich
selbst richtet:
ein Terrorist wird geboren.

Ein Kokon zerreißt und gebiert
den schönen Körper, schmerzhaft.
Es ist ein besetzter, ein vom
Furor des Gesellschaftlichen
produzierter und malträtierter
Körper: der Körper von Frau K.
Am Anfang ist es nur eine
Panikattacke, die Frau K.,
wie tagtäglich so viele andere
Menschen auch, plötzlich im
Supermarkt überfällt.
Frau K. flieht in die Entlegen-
heit einer kleinen Insel,
doch die Stimmen des sozialen
Gewissens folgen ihr, reden ihr
ein,auch sie habe Verantwortung
zu übernehmen.
Ihr Bemühen, sich dieser ver-
meintlichen Pflicht in der
deutschen Provinz zu stellen,
schlägt fehl, scheitert an der
unerträglichen Konkretheit des
Landlebens. Zurück in der Stadt,
versucht Frau K. vergeblich,
sich der öffentlichen Erregung,
der massenmedial permanent
verordneten Erschütterungskultur
zu entziehen:
Der terroristische Alltag
verwandelt sie in eine lebende
Bombe. Es fehlt nur noch der
zündende Funke...

 

 

Die Beteiligten

Text: Peter Blie
Spiel und Regie: Adriana Kocijan
Bühne: Tilo Steffens
Licht: Christoph Schlimbach und
Wolfgang Wehlau
Produktionsleitung
und Kostüme: Janin Roeder
Fotos: Ursula Kaufmann


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